AdLoft und der IdeaLab!
13. Oktober 2008 – 17:49Am Freitag und Samstag bin ich wie angekündigt zu dem IdeaLab! 2008 an die WHU (=”Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung”) nach Vallendar gefahren. Die WHU ist eine private Hochschule und einer der wohl besten Orte Deutschlands, um BWL zu studieren. Die Eröffnungsrede - gehalten vom Prorektor Prof. Dr. Fassnacht - ließ schon auf den an der WHU beheimatenden “Gründerspirit” schließen. Über 10% der Studenten gründen nach ihrem Studium ein eigenes Unternehmen - motiviert durch ehemalige WHU Studenten wie Oliver Samwer.
Die Reden des 1. Tages waren allesamt sehr interessant und informativ. Ich möchte jetzt jedoch nicht genauer auf den Inhalt jeder einzelnen Rede eingehen. Wen es interessiert, was Oliver Samwer, Julian Riedlbauer (CF Partners), Martin Ott (Moneybookers), Lukasz Gadowski (Spreadshirt) und viele mehr vorgetragen haben, findet ihr eine Zusammenfassung zu allen Präsentationen auf der IdeaLab! Homepage.
Um zwanzig nach Sechs kam dann mein großer Auftritt (Danke Ehssan, da du überzogen hast hatte ich nur 7 Minuten Zeit). Im Zuge der Elevator Pitches stellte ich AdLoft vor: Das Konzept, die innovativen Werbemittel und das Team. Die Zuhörer des gefüllten Hörsales waren umso mehr begeistert, als ich klarstellte, dass ich als Gründer erst 16 Jahre alt bin (Ganz noch Olivers Motto “Desto jünger, desto besser”).
Nachdem die restlichen Pitches abgeschlossen waren und alle den Hörsaal richtung Abendessen verlassen hatten konnte ich mich vor Fragen und Interviews kaum mehr retten. Das geniale Konzept von AdLoft war für alle, auf Grund der Tatsache, dass ich erst 16 Jahre alt bin, für alle noch interessanter. Viele Kontakte wurden geknüpft und es wurde Networking auf höchste Ebene betrieben - der Abend klung erfreulich mit einer Vielzahl von Gesprächen in der “Gruschel Lounge” aus.
Am nächsten Morgen ging es (mit viel zu wenig Schlaf) um 9 Uhr vom Hotel aus zurück zum IdeaLab. Auf das Frühstück folgte dann der Workshop - ich hatte mich für den von Holtzbrinck Ventures angemeldet und bekam auch einen Platz in Selbigen zugelost. Innerhalb des Workshops wurde erläutert, nach welchen Kriterien Holtzbrinck die Ideen von StartUps bewertet und welche Ideen für die Zukunft interessant wären. Auf den “theoretischen” Teil des Workshops folgte das Ausarbeiten eines imaginären StartUps in Gruppen von je 6 Personen. Lustigerweiße waren alle zu vergebenen Ideen von Holtzbrinck bereits in einem StartUp realisiert wurden (mehr oder weniger erfolgreich ;)). Nach der “sensationellen” Vortragsleistung meinerseits am Vortag (ich weiß auch nicht, was alle hatten) wurde ich auserkohren die Ergebnisse der Gruppe zu präsentieren - “DeineSuche” war allerdings ein Projekt welches Holtzbrinck in den Sand gesetzt hatte. Unsere Gruppe ist eh zu dem Ergebniss gekommen, dass ein Invest nicht klug wäre.
Es folgte das Mittagessen, weitere Reden (allesamt hochspannend. Zum Beispiel die von Michael Breem über die Probleme, mit denen SVZ mit anhaltendem Wachstum konfrontiert wurde) und das Speeddating, welches wiederrum sehr amüsant war. Leider verkündeten mir (fast) alle VCs und BAs, dass sie bereits in AdScale investieren oder nichts von dem “Echtzeit Marktplatz” Modell halten - naja wer zuletzt lacht, lacht bekanntlich am Besten. Ein VC zeigte sich jedoch aufgeschlossen und steckt noch nicht in AdSc… drin - der Kontakt steht schonmal. Trotzdem haben mir fast alle VCs Praktikumsplätze angeboten und mich gelobt, was ich mit 16 auf die Beine gestellt habe: Das Lob hab ich dankend angenommen. Durch das Speeddating bin ich auch auf Frau Kleine von Focus Online gestoßen, die mich (bzw. uns) auch direkt in Ihrem Artikel erwähnt:
“Philipp Petrescu hat dieses Prinzip begriffen. Er hat noch nicht einmal mit dem Studium angefangen und ist trotzdem schon ein Gründer. Der 16-Jährige will noch im Oktober „AdLoft“, einen „innovativen Echtzeitmarktplatz für Onlinewerbung“ starten. Der Schüler der 12. Klasse finanziert sein StartUp mit vorausgegangenen Gründungen. Während er den Investoren beim Speeddating eine zehnseitige Infomappe vorlegt, sind andere Gründer in spe schlechter vorbereitet.”
Das Speeddating war in jedem Fall eine klasse Aktion und hat viele neue Kontakte geschaffen und Möglichkeiten eröffnet - einziger Kritikpunkt: 2 Minuten waren wirklich zu wenig Zeit. Im Anschluß daran wurde dann noch (fast obligatorisch) ein Interview für den MDR gegeben (wenn jemand den TV Beitrag findet bitte ich um einen Kommentar) und wieder Richtung Hörsaal geschlendert, wo noch eine Rede von Suhas Gopinath folgte.
Der IdeaLab! 2008 war wirklich eine super Veranstaltung. Ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr wieder mit von der Partie sein - dann hoffentlich noch mit den anderen Teammitgliedern von AdLoft.
